Akademische Arbeiten

Akademische Arbeiten sind strukturierte, nach System und Logik aufgebaute wissenschaftliche Texte, die Forschungsarbeiten und ihre Ergebnisse, Studien, Analysen und fachliche Abhängigkeiten darstellen und detailliert beschreiben, unter Mithilfe von bereits existierenden Grundlagen, Aussagen und Annahmen, deren Quellen genau anzugeben sind. Hochschulen, Forschungsinstitute und andere Bildungseinrichtungen sind die Hauptproduzenten akademischer Arbeiten, die dort von Studenten, Diplomanden, Bachelor- und Masterabsolventen, Forschern und Doktoranden erstellt werden. Studenten müssen während ihres Studiums mehrfach akademische Arbeiten anfertigen. Dazu gehören Referate, Essays, Hausarbeiten sowie Studien- und Seminararbeiten.

Zum Abschluss jedes Studienganges gehört am Ende eine weitere wissenschaftliche Arbeit, die als Magisterarbeit, Diplomarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit angefertigt wird. Eine akademische Arbeit kann eine Behauptung sein, eine These, welche sich theoretisch über bereits vorhandenes Wissen erstellen und auswerten, als auch auf Richtigkeit überprüfen lässt. Sie kann aber auch eine so genannte empirische Arbeit sein, die eine aktuelle Forschungstudie oder konkrete, neue Anwendungen beschreibt, die direkt am Forschungsobjekt betrieben werden und im Verlauf der Arbeiten entsprechend zu formuliert sind. Für akademische Arbeiten gilt, dass sie für jeden Leser aus objektivem Blickwinkel verständlich nachzuvollziehen sind und jederzeit mit dem selben Ergebnis reproduziert werden können. Alle Quellen die Informationen zum Ergebnis beigetragen haben müssen angegeben und formell richtig zitiert werden. Durchgeführte Experimente müssen so beschrieben werden, dass sie sich zu jedem Zeitpunkt erneut durchführen lassen.

Der Leser einer akademischen Arbeit sollte immer in der Lage sein genau zu benennen welche Aspekte neu sind und vom Verfasser selbst erarbeitet wurden, auf welche anderen Wissenschaftler sich der Verfasser beruft, und welche Fakten als Beweise und Grundlage für seine Annahmen und Folgerungen dienten. Alle Geisteswissenschaften und auch alle Naturwissenschaften haben grundsätzlich den Anspruch, dass es zu einer Thematik niemals nur eine einzige Quelle für Informationen gibt. Für akademische Arbeiten wird stets von mehreren Informationsquellen ausgegangen. Im ersten Schritt zur Vorgehensweise für seine akademische Arbeit, legt der Student immer eine grobe Gliederung an und sammelt auf ihrer Basis alle in Frage kommenden Informationen. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden vergleicht der akademische Verfasser alle gefundenen Materialien und gleicht ihre Quellen mit der dazu gehörenden Literatur ab. Danach wird die wissenschaftliche Arbeit erstellt und zunächst erklärt, welche Ergebnisse und Veröffentlichungen vorliegen, und in wie weit diese das aktuelle Projekt unterstützen können. Schließlich folgt das so genannte Erkenntnisinteresse, das der Autor als Fragestellung aufgrund seiner eigenen Idee formuliert. Alle Argumente werden zusammengestellt und die dazu notwendigen Beweise. Jede Behauptung des Verfassers muß belegbar sein. Akademische Arbeiten enthalten im letzten Gliederungsabschnitt immer ein Fazit, eine eindeutige Schlussfolgerung oder ein konkretes Ergebnis.